Das Glück liegt im Augenblick – Studie zum Thema Achtsamkeit

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Dr. Matt Killingsworth hat in einer großen Studie mit über 15.000 Menschen bahnbrechende Erkenntnisse zur Frage „Was macht uns glücklich?“ erhoben. Des weiteren lässt seine Studie auch den Nutzen von Achtsamkeitspraxis erkennen.

Das Glück liegt im Augenblick.

Das Fazit von Dr. Killingsworth legt nahe, dass das Glück davon abhängig ist, wie Menschen im Kontakt mit dem Jetzt sind.

Die Teilnehmer wurden im Laufe Ihres Alltags per Zufallsgenerator per APP kontaktiert und befragt, in welchem Bewusstseinszustand sie sich gerade befanden. Angeben konnten Sie folgende Antworten:

  1. Mind Wandering (in Gedanken verloren, ohne sich dessen bewusst zu sein)
  2. Auf die Tätigkeit fokussiert, die Sie gerade tun

Des weiteren konnten die Teilnehmer angeben, wie Ihr Glück-/Zufriedenheitsgefühl in diesem Moment gerade ist/war und welche Tätigkeit Sie gerade im Moment verrichten.

47% des Wachzustandes verbringen wir im Mind Wandering

Die erste wichtige Erkenntnis seiner Studie ist, dass wir 47% der Zeit in der wir eigentlich „wach“ sind, in einem Zustand verbringen, in dem wir unbewusst Gedanken weiterverfolgen. Dieses abwandern des Geistes nennen Psychologen Mind Wandering. Den Inhalt dessen, was im Mind Wandering an die Oberfläche kommt, können wir kaum beeinflußen. Im Grunde ähnelt so der Alltagszustand, wenn wir nicht gerade konzentriert bei der Sache sind – einem Traum. Unser Gehirn geht dann in den Default Mode und bringt Gedanken an die Oberfläche, die für den Organismus relevant zu sein scheinen. Das Problem dabei: Viele dieser Gedanken können negativ und repetitiv sein. Mind Wandering hat somit sicher auch eine Funktion, um unser Überleben zu sichern – mit geistiger Autonomie und persönlicher Entwicklung hat dieser Zustand jedoch oft nichts zu tun.

Wenn unser Geist wandert, sind wir unglücklicher

Wie oben beschrieben, zeigt auch die Studie, dass wir unglücklicher sind, wenn unser Geist wandert, als wenn wir im gegenwärtigen Moment präsent sind. Und das laut der Studie sogar, wenn wir unsere Gedanken in Tagträume abdriften. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass Menschen, die mit dem was sie gerade tun wirklich im Kontakt sind, sich glücklicher fühlen. Man könnte sogar soweit gehen, zu interpretieren, dass das, was wir tun für unser Glücksempfinden nicht so relevant ist, wie der Grad an Präsenz, den wir währenddessen aufrecht erhalten.

Achtsamkeit macht glücklicher

Diese Studie lässt weitere Rückschlüsse auf die Praxis der Achtsamkeit zu. Bei Achtsamkeitstraining wird geübt, möglichst oft im Jetzt präsent zu sein, ohne zu urteilen. Damit wird der Zeitanteil, den Menschen im Wachbewusstsein eben nicht mit einem wandernden Geist verbringen, sukzessive erhöht. Achtsamkeitspraktizierende sind damit immer häufiger im Kontakt mit der Welt und wacher im Jetzt. Abgesehen davon, dass allein dieser Zustand gemäß der Studie zu einem erhöhten Glücksempfinden führt, führt er auch dazu, dass in Zeiten voller Konzentration auf das Gegenwärtige, weniger automatisierte, schwierige und repetitive Gedanken auftreten können.

 

Klicken Sie auf das Bild, um den Vortrag von Matt Killingsworth zu sehen.

 

killing

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