Was ist Achtsamkeit und MBSR – Bericht eines Teilnehmers in Text und Bild

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Heute erschien ein frischer, persönlicher und inspirierender Blogartikel des Teilnehmers Frank Peters direkt im Anschluss an einen 8-wöchigen MBSR Achtsamkeitskurs.

Doch vorweg einige Gedanken zur Vorgeschichte dieses Artikels…

Digitale Medien und Achtsamkeit – ein logischer Bruch und ethischer Konflikt?

Viele Menschen stehen sozialen Medien und der Digitalisierung mit einer gewissen Ambivalenz gegenüber. Einerseits gibt es Nebenwirkungen wie ständige Ablenkungsreize einhergehend mit Multitasking, der damit zunehmenden Gewohnheit, mit der Aufmerksamkeit hin und her zu springen und damit den gegenwärtigen Moment/ das Jetzt zu verpassen, in dem wir mit unseren Gedanken, Gefühlen, Werten und vor allem unseren Bedürfnissen im Kontakt sind. Um nur einige wenige Aspekte zu nennen. Wir verlieren uns in der Welt und damit häufig den Kontakt zu uns selbst.

Andererseits ist das Web ein Medium, das auch ich nutze, um über meine Anliegen zu informieren und damit Menschen erreichen kann, deren Lebensqualität und Bewusstheit durch den verlorenen Kontakt zu sich Selbst, zum Körper (was im Grunde mindestens das Gleiche ist oder noch viel mehr je nach philosophischer Perspektive) und unter anderem durch die o.g. Nebenwirkungen beeinträchtigt ist.

Bei näherer Betrachtung ist natürlich nicht die „Digitalisierung“ „schuld“, weil wir mit dieser Sichtweise die Verantwortung nach außen abgeben würden. Wir sind in einem Lernprozess im Umgang mit dieser im Vergleich zu Jahrtausenden menschlicher Bewusstseinsentwicklung sehr jungen Entwicklung und damit jeden Augenblick mit der Frage konfrontiert, wie wir selbst damit umgehen. Wie in vielen anderen Lebensfragen sind wir mit der Lernerfahrung im Kontakt, das kaum etwas aus sich heraus nur schlecht oder gut ist, sondern unsere Haltung, unser Umgang und unsere Wahrnehmung den großen Unterschied macht. Es kommt drauf an…

Umso mehr freue ich mich, hier eines von vielen – wie ich finde – positiven Beispielen der Digitalisierung und menschlicher Kreativität in die Welt absenden zu können.

Mitten aus dem direkten (Er)Leben – persönlich, offen und inspirierend

Ein Teilnehmer aus dem kürzlich zurückliegenden MBSR Kurs, Frank Peters, hat einen Blog ins Leben gerufen, in dem er seine ganz persönliche Erfahrung mit Seminaren weitergibt, um Menschen zu inspirieren und zu informieren. Sein Projekt ist, dass er auf seinem eigenen Lebensweg der Orientierung Seminare besucht und sich unter anderem dort die notwendigen Inspirationen holt.

So fragte er vor einigen Wochen, ob es möglich wäre, auch über seine Erfahrungen mit Achtsamkeit, im Kurs und im Dialog mit mir einen Artikel nebst Video zu erstellen. Zunächst war ich ambivalent zwischen verschiedenen Gedanken.

  • Was hat Achtsamkeit mit digitalen Medien zu tun?
  • Bestärke ich diejenigen, die Achtsamkeitslehrern vorwerfen, sie nähmen an einem Trend teil, mit dem sich Geld verdienen lässt und viel Marketing und Selbstmarketing betreiben?
  • Kann ich überhaupt für den Blog etwas Sinnvolles beitragen?
  • Ist es wertvoll, wenn mehr Menschen auf Basis der direkten Erfahrung eines Teilnehmers für sich Inspriation und vielleicht Motivation beziehen?
  • Mache ich das aus Selbstdarstellungstendenzen?
  • Ich kam zu dem Schluß, dass die Antworten auf alle o.g. Fragen irrelevant sind – außer eine: Wenn auch nur ein Mensch auf Basis dieses Blogartikels von Frank mit dem Thema Achtsamkeit und Wege zum Selbst in Kontakt kommt, wiegt das viel mehr als alle anderen Antworten – egal, wie diese ausfallen. Der Vollständigkeit halber sind unten meine Antworten auf die anderen Fragen zusammengefasst.

Als ich das Ergebnis von Frank zugeschickt bekam, wusste ich, es war die richtige Entscheidung. Ich freute mich einfach mit Ihm über seine Erfahrungen und war berührt über seine Erlebnisse und die Frische und Freude, die sein Artikel transportiert. Ich bedanke mich bei Frank, für diese Erfahrung.

Viel Spass beim Lesen und anschauen…

 

hier gehts zum Artikel von Frank Peters…

 

Achja, die Antworten auf die anderen oben stehenden Fragen….

 

  • Was hat Achtsamkeit mit digitalen Medien zu tun?

Es ist nicht die Aufgabe von Achtsamkeitslehrern, das was ist zu bekämpfen oder zu verteidigen, sondern Wege zur Selbsterforschung damit den Zugang zu Stress-/Leidensursachen sowie den Umgang damit zu ermöglichen.

  • Bestärke ich diejenigen, die Achtsamkeitslehrern vorwerfen, sie nähmen an einem Trend teil, mit dem sich Geld verdienen lässt und viel Marketing und Selbstmarketing betreiben?

Große Bewegungen in der Welt lösen immer Gegenbewegungen aus. Wer ablehnt was ist, ist – wie viele Beispiele zeigen – noch nicht mit einer eigenen Erfahrung sondern noch mit Urteilen, Konzepten und Sichtweisen beschäftigt – daran kann ich im Kleinen etwas ändern, indem ich zum nicht-urteilenden Beobachten und Erforschen einlade.

  • Kann ich überhaupt für den Blog etwas Sinnvolles beitragen?

Das mögen andere beurteilen. Die Stimme des Selbstzweifels ist in vielen – so auch in mir – tief verankert, tritt plötzlich in Gedanken zu Tage und beeinträchtigt unser Leben auf viele Weisen. Zur Kenntnis genommen. Weitermachen…

  • Mache ich das aus Selbstdarstellungstendenzen?

Natürlich gibt es einen Teil in mir, ein Gedankengebäude, das Teil des durchschaubaren Selbstbildes ist, das sich geschmeichelt fühlte. Wo ist das Problem? Integration des Schattens und Ganzwerdung statt Verbannen ins Unbewusste. Zur Kenntnis genommen…

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